6. Die Bewusstmachung, Beherrschung, Veredelung und Transformation des Sexes


Bei der sechsten "Bedingung, ohne welche es nicht geht", geht es darum, sich kontinuierlich zu bemühen, die sexuelle Energie und ihre Manifestation bewusst zu machen, zu beherrschen und zu veredeln, um dieselbe mit Leichtigkeit in höhere Lebensmanifestationen (willentliche, emotionale, mentale und spirituelle) umwandeln zu können.
Wird diese Bedingung erfolgreich erfüllt, so hat dies unter anderem eine ausserordentliche körperliche und seelische Gesundheit sowie das spontane Erscheinen und die Entwicklung verschiedener psychischer Kräfte zur Folge.
Um in Komaja Fortschritte zu machen, ist nicht so sehr die Art und Weise als vielmehr der Inhalt wichtig. Dieses Prinzip gilt auch für die Beherrschung und Transformation der sexuellen Energie. Das heisst, im Irrtum sind jene, die behaupten, dass die Erreichung der Vollkommenheit für die menschliche Art ausschliesslich mittels sexueller Abstinenz möglich sei. Unter der Bedingung, dass der Mensch immer und in allem natürlich, einfach, aufrichtig, ehrlich und rechtschaffen ist, ist die Erleuchtung ebenso leicht oder schwer sowohl für diejenigen erreichbar, die ein Eheleben führen, als auch sogar für jene, die ein sehr freies sexuelles Leben leben. Gleich wertvoll und richtig ist die Erleuchtung, die durch christliche und hinduistische Askese erreicht wurde wie auch jene, die man durch das linke oder rechte Tantra, oder einfach durch pratibha (spontane Erleuchtung infolge von Reinheit) erlangt hat. Erleuchtung bleibt Erleuchtung – wie immer sie die Menschen auch drehen und wenden mögen. Sie leuchtet, erweckt die Geister und erfrischt. Das ist das erste Veilchen des weiten Frühlings. Der Bote des zukünftigen Himmels.

Die Kronbedingung, die siebte, beinhaltet in sich auf gewisse Weise alles, was bis jetzt gesagt wurde:

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