Aba Aziz Makaja

Biografie

Diese Hingabe, diese Desintegration seiner selbst durch die Liebe zu vollziehen - das ist eigentlich die größte und die einzig wirkliche geistige Anstrengung. Es gibt keine andere.



Makaja, mit bürgerlichem Namen Franjo Milicevic, wurde am 15. August 1953 in Mostar (Bosnien-Herzegowina) geboren. Als Spross einer gesellschaftlich und geistig herausragenden kroatischen Familie der Herzegowina hätte er eigentlich Rechtsanwalt werden und sich für die Freiheit und die Rechte seines Volkes einsetzen sollen – wie schon jahrhundertelang seine Vorväter. So absolviert er dann auch in Zagreb, seiner zweiten Heimatstadt, das standesgemässe Jura-Studium. Das andere, geistige Gen seiner Familie behält jedoch die Oberhand in seinem Leben: Makaja widmet sich dem Studium fernöstlicher geistiger Systeme wie des Yoga, Tantra und Vedanta, die seinen christlichen Hintergrund beleben und erweitern und deren praktischer Übungen er sich jahrelang diszipliniert und asketisch bedient.
Grundlegende Bewusstseinsveränderungen sind die Folge. Makaja beginnt zu lehren, die Menschen beginnen ihm zu folgen. Immer deutlicher kristallisiert sich seine Lehre heraus, die er in Anlehnung an den tantrischen Kundalini-Yoga, das christliche Geistesgut und seine geistigen Erfahrungen entwickelt. Er nennt sie – KOMAJA. Dreh- und Angelpunkt ist die Entwicklung der Liebe: „Diese Hingabe, diese Desintegration seiner selbst durch die Liebe zu vollziehen – das ist eigentlich die grösste und einzige spirituelle Bemühung. Es gibt keine andere.“ Und obwohl dies die „einzige Bemühung“ ist, wie Makaja sagt, bietet er seinen Schüler/-innen – je nach Naturell, Vorlieben und Talent – eine Vielzahl von mentalen und praktischen Einstiegsmöglichkeiten und Mitteln, um dieses Ziel zu erreichen.
Eine der für die meisten Menschen faszinierendsten ist die Sexualität. Makaja: „Anstatt dass ihr den Sex gebraucht, missbraucht ihr ihn. Er ist göttlich!“ Mehr als zwei Jahrzehnte führt Makaja tantrische Gruppen und lehrt, neben der Unterweisung in die liebeserotische Kunst, ein ausgearbeitetes System zur Nutzung der sexuellen Energie für die geistige Entwicklung des Menschen. Vielseitig, originell und experimentierfreudig ist seine Lehre – so wie auch er.
War Makaja zu Beginn seines geistigen Weges in mehreren nationalen und internationalen geistigen Gemeinschaften führend tätig, so entstehen im Laufe seines selbständigen Wirkens viele internationale Organisationen zur Verbreitung seiner Lehre, aber auch zur Hilfe und „Caritas“ Notleidender: Während des Krieges in den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens gründet Makaja zwei humanitäre Organisationen.

Er begleitet selbst die Hilfslieferungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro in die Kriegsgebiete, und das durch Granatenregen zur Zeit heftigster Kriegsauseinandersetzungen – untypisch für einen geistigen Meister, charakteristisch für Makaja. „Ich glaube nur an die Liebe, die sich äussert durch die Taten der Liebe“ – ist sein viel zitiertes Wort.

Makajas kultur- und sozialpolitisches Erbe zieht seinen Faden auch weiter durch sein Leben: Wenn er in den Medien für die Aufnahme der liebeserotischen Erziehung in den Lehrplan der Volks- und Mittelschulen plädiert, in seinen erfolgreichen (staatlich und privat finanziell geförderten) Methoden zur Überwindung der Drogenabhängigkeit und nicht zuletzt wenn er sich für die Einführung der Lehre über die Kundalini in das Medizinstudium einsetzt ... Und doch ist und bleibt Makajas einzige Ausrichtung:
„Da mir Gott in mir alles, was ich habe, gibt; und weil ich sehe, dass dieser Gott auch den Menschen um mich alles, was sie haben, gibt; und da ich, wenn ich mächtigen, geistigen Wesen begegne, bemerke, dass sie göttlich und so gewaltig mächtig sind gerade wegen dieser Einheit mit dem gleichen Gott, deswegen gebe ich mich Ihm restlos hin. Er ist Gott ohne Name und Form, und gleichzeitig sieht es für mich so aus, als ob alle Formen – Formen Seiner seien, und dass alle Namen nur Seine Formen bezeichnen. Deshalb ist mein einziger Gedanke, mein einziger Wunsch – Ihm hingegeben zu sein, mit Ihm eins zu sein.“

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