Die Technik

1. Teil


Der/die Meditierende sitzt, schließt die Augen, entspannt den Körper (besonders das Gesicht) und wählt dann in der Imagination eine Gestalt des anderen Geschlechts aus, z.B. den Liebespartner, eine unbekannte Person von der Straße oder aus einem Film; es kann auch eine heilige Person sein, ein Weiser, ein Jogi oder eine Jogini oder sogar Gott selbst. Ebenso kann es eine ausgedachte Person sein - ein ideales Wesen des anderen Geschlechts. Wesentlich ist, daß diese Person, sobald sich der/die Meditierende ihrer erinnert, in ihm/ihr ein Gefühl von Liebe, Verehrung, Bewunderung, Begeisterung, von Hingabe, Freude und von Glück hervorruft. Der/die Meditierende sieht ihren Körper, ihr Gesicht, ihr Haar, ihre Bewegungen, er hört die Stimme dieser Person, fühlt die Berührung ihrer Hände - lebendig, lebendig, als ob sie jetzt hier anwesend wäre, und er zergeht vor Liebe und Freude. Man muß ein starkes Strahlen aus der Brustgegend und das Strömen von Lebensenergie durch den ganzen Körper fühlen.
Die Zeichen, daß dieser erste Teil der Meditation gut ausgeführt wird, sind folgende: Wenn man sich z.B. verletzt hat und diese Verletzung auch im Ruhen schmerzt, spürt man klar, wie diese Energie, die man in sich erweckt hat, durch das kranke Gewebe geht und wie der Schmerz aufhört. Ferner verschwindet das Gefühl von Müdigkeit und Schläfrigkeit, es ändert sich die Atmungsweise, der Körper und die Seele füllen sich mit Vitalkraft, nach der Meditation ist der Mensch so frisch, als ob er gerade gut ausgeschlafen hätte usw. Manche Menschen führen dies gleich zu Beginn erfolgreich aus und andere benötigen zwei bis drei Monate. Wenn man eine Person ausgewählt hat, sollte man mit ihr mindestens einen Monat lang "arbeiten".
Das Ziel dieser Technik ist, im Menschen die Fähigkeit des Liebens bewußt zu machen und zu entwickeln - die Fähigkeit der universellen kosmischen Liebe, der Liebe für alle Wesen, im Gegensatz zur personellen, sentimental-sexuellen Liebe. Man beginnt mit der Liebe für eine Person des anderen Geschlechts, aus einem einfachen Grund: Das ist für Anfänger am leichtesten. Wenn der Mensch nach mehreren Monaten oder Jahren schließlich unaufhörlich vom Feuer der kompromißlosen, bedingungslosen Liebe und Hingabe zu mehreren Menschen gleichzeitig flammt, dann beginnen sich in seinem Körper und in seiner Seele große Veränderungen zu ereignen - die Sonne der Komaja taucht am Horizont seines Bewußtseins auf. Er taucht jetzt völlig bewußt in jene Lebensbereiche ein, die für eine riesige Mehrheit der Menschen durch einen undurchdringbaren Schleier der Materialität verhüllt sind.


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