Psychophonik - oder Komajas Mantra-Yoga

Die Psychophonik ist die von Makaja begründete Wissenschaft über den seelischen bzw. geistigen Ursprung und über die Grundlage der menschlichen und tierischen Laute. Der Hauptgrund zur Entstehung und Entwicklung der Psychophonik als wissenschaftliche Disziplin war und ist die Entfaltung der Glasovnost, d.h. der Fähigkeit, sowohl die eigenen als auch fremde körperliche, seelische und geistige Inhalte mit Hilfe der Stimme und der Laute auszudrücken. In der geistig-wissenschaftlichen Schulung der Komaja ist dies eine der Fähigkeiten, welcher grosse Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Psychophoniker und Psychophonikerinnen der Komaja werden auf diese Weise nicht nur zur richtigen Auswahl von geistigen Namen für ihre zukünftigen Schüler und Schülerinnen befähigt, sondern, was viel wichtiger ist, auch zur richtigen Wahl der Mantras sowie zur Initiation des geistigen Schülers in dessen Gebrauch.

Geistige Namen

Geistige Namen werden aus sehr unterschiedlichen Gründen und Motiven gegeben. Grundsätzlich ist ein Name Anruf und Auftrag, dem der einzelne sich entziehen oder dessen stützende Symbolkraft er sich zu eigen machen kann: Eltern benennen ihre Kinder oft mit Namen von Romanhelden, Geschichtshelden, Sportlern, Künstlern, Politikern, um auf diese symbolische Weise dem Kinde einen Antrieb zu geben, dem Namenspatron nachzueifern.
Auch in Komaja werden die geistigen Namen vergeben, um die persönliche und geistige Entwicklung des Einzelnen zu fördern. Die Auswahl des Namens erfolgt jedoch nicht nach semantischen sondern nach psychophonischen Prinzipien. So wie die Klänge der Musik die Psyche des Menschen beeinflussen (entspannen oder beleben, beruhigen oder unruhig machen), so auch Laute bzw. Lautkombinationen: Der Name Jasmin setzt andere Kräfte frei als Barbara, der Name Ronaldo andere als Emilio.
Dementsprechend wird bei der geistigen Namensgebung in Komaja zuerst festgestellt, welche Tugenden diese Person für ihre geistige Entwicklung am meisten benötigt. Ferner muß dieser Name als Lautkreation die schon vorhandenen Tugenden bzw. die seelische Struktur der betreffenden Person in gewissem Maße widerspiegeln. Ein Name ist gefunden und angenommen, wenn einer der vorgeschlagenen Namen sowohl von der Person, für die der Name bestimmt ist, als auch vom anwesenden geistigen Lehrer der Komaja als passend akzeptiert wird. Falls die Person nach einigen Wochen doch Widerstand gegen den neuen Namen verspürt, wird der Name durch dasselbe Vorgehen geändert.

Vgl. auch: Aba Aziz Makaja , Komaja Agenda 1995-2000 mit geistigen Namen und Aphorismen in deutscher und kroatischer Sprache , Zagreb/Konstanz 1994 - mit Grundlegenden Erklärungen und Hinweisen für die Zuordnung der Namen zu bestimmten Tugenden bzw. für das Schaffen neuer Namen, sowie Platon, Kratylos.

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