Sajedna - die Gruppenehe des 3. Milleniums

Die Sajedna - die engste, dauernde Lebensgemeinschaft, bestehend aus mindestens zwei menschlichen Wesen. Alle Mitglieder der Sajedna sind jederzeit offen, neue Personen unter gleichen Bedingungen aufzunehmen, wenn zwischen einem von ihnen und der betreffenden Person eine Liebesbeziehung entsteht. Im Unterschied zur Ehegemeinschaft, die sich auf der Befriedigung des Sexualtriebs gründet, sowie darauf, Kinder zu zeugen und zu erziehen, basiert die Sajedna auf der Befriedigung der geistigen und seelischen Bedürfnisse ihrer Mitglieder. Schon von daher ist der Geschlechtsverkehr zwischen ihren Mitgliedern kein verbindliches Element der Sajedna. Dennoch hat ein Mitglied der Sajedna, das mit keinem anderen ihrer Mitglieder Geschlechtsverkehr pflegt, auch kein Recht auf sexuelle Verhältnisse außerhalb der Sajedna. Im Falle, dass eine Frau und ein Mann, die in einer größeren Sajedna leben, Kinder bekommen, sind alle übrigen Männer und Frauen verpflichtet, sich diesen Kindern gegenüber so zu verhalten, als ob es ihre eigenen wären. Erziehen müssen sie diese jedoch im Einklang mit dem Willen der blutsverwandten Eltern. Der Austritt einer Person aus der Sajedna wird als ein schweres, geistiges Straucheln gewertet.

(Der Begriff Sajedna, von kroatisch zajedno [zusammen, gemeinsam, miteinander, beisammen bzw. "za jedno" - für das Eine], ist eine Neuschöpfung von Aba Aziz Makaja und wurde als solche ins Deutsche überonmmen)

Wir Komajas betrachten die Institution der Sajedna für eine grosse Mehrheit der Menschen besser und angemessener als die Insitution der bürgerlichen Ehe. Wir möchten hier hervorheben, dass wir den Begriff der Gruppenehe, wie er uns seitens eines Teiles der Journalisten und Intellektuellen aufgedrängt wurde, nur bedingt akzeptieren und das nur, um ihre Essenz leichter zu verstehen. Angenommen, dass in der Urgemeinschaft ein gewisses inzestuöses polygames Chaos herrschte, dass sich daraufhin die engste, dauerhafte Einheit der menschlichen Gesellschaft in eine regulierte, patriarchale polygame Gemeinschaft mit christlich-mosischen oder islamisch-mohammedischen archetypischen Vorbildern entwickelte und durch die weitere Entwicklung des menschlichen Bewusstseins durch die christlichen, hinduisitischen und andere Ehen eines Mannes und einer Frau verdrängt wurde, dann müssen wir konstatieren, dass Makaja – in der heutigen Zeit, nach der totalen Katastrophe der zeitgenössischen sogenannten „monogamen Ehe“ – vor zwanzig Jahren einen neuen Archetyp, die Sajedna, inauguriert und erfolgreich verwirklicht hat. Die Sajedna, welche den sexistischen Konzepten von Moses und Mohammed sowie der planetaren monogamen Ehe-Abtreibung so sehr überlegen ist, ist nicht eine Weiterentwicklung der Ehe-Formel. Die Sajedna ist die Transzendierung sowohl von Mosis patriarchalem sexistischem Umherirren, als auch der bürgerlichen Gleichberechtigung in den Ehe-Illusionen und in post-ehelichen Gerichtsverhandlungen.
Makajas Sajedna ist die neue Formel: Das ist gerade dieser archetypischer Nukleus, nach dem die Menschheit sucht und zu dem sie sich von ihren Anfängen bis heute stufenweise entwickelt! Daher kann der Begriff „Ehe“ als eine Phase in der Entwicklung der grundlegenden Einheit der Gesellschaft hin zur Sajedna auf keinen Fall ein Oberbegriff für dieselbe darstellen.
Makajas Sajedna ist:

  • eine neue höhere Dimension des liebeserotischen Lebens
  • eine neue höhere Dimension der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft
  • eine neue höhere Dimension der sexuellen Gesundheit und des Wohlstandes
  • eine neue höhere Dimension der menschlichen Freiheiten und der Menschenrechte

und als solche bezeichnet und ermöglicht sie den Wendepunkt in der Evolution des menschlichen Geistes, des Bewusstseins und der Tugend!

"Wenn du allein lebst, bist du nur durch deine eigenen Mängel belastet! Wenn du mit Anderen lebst - auch durch ihre! Wenn du allein lebst, sehnst du dich nach Liebe. Wenn du mit anderen lebst, labst du dich an der Liebe! Und die Ehe - die Ehe ist der Vorhof, aber auch der Kontrollpunkt für den Eintritt ins Paradies! O Frau! O Mann! Solange du das Tadellose mit einer Person nicht verwirklichst, bleiben alle Wonnen der Sajedna und des Paradieses für dich unerreichbar!"
(Aba Aziz Makaja, Komaja Agenda 1995-2000 mit geistigen Namen und Aphorismen in deutscher und kroatischer Sprache, Zagreb/Konstanz 1994)

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